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Aktuelles der Stiftung im Mai 2021

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Interessierte

Der Jahresbericht 2020 der Stiftung ist da
Ich freue mich, Ihnen diesen spannenden Bericht zu den Herausforderungen der Pandemie im 2020 zur Lektüre empfehlen zu können. Wir teilen mit Ihnen unsere Eindrücke aus diesem ereignisreichen Jahr mit wundervollen Bildern von den Kindern im Frauenhaus. Im 2020 haben in den Frauenhäusern Bern und Thun - Berner Oberland 92 Frauen und 97 Kinder vorübergehend Schutz und Beratung gefunden. 1141 Erwachsene und 199 Kinder wurden in den Beratungsstellen Lantana und Vista beraten. Weitere Zahlen finden Sie unter www.stiftung-gegen-gewalt.ch Rubrik "Jahresberichte".

Auslastung in den Frauenhäusern
Beide Frauenhäuser waren trotz der schwierigen und betrieblich komplexen Situation aufgrund der Pandemie durchgehend stark ausgelastet. Während der «ersten Welle» und in den anschliessenden Wochen wurden je ein Zimmer in beiden Häusern für Quarantänefälle reserviert. Wir konnten anschliessend externe Unterbringungsmöglichkeiten finden, welche aufgrund von wenigen Verdachtsfällen nur selten genutzt werden mussten.

Grosse Nachfrage nach Beratungen bei Lantana und Vista
Die vielen Beratungsanfragen von Betroffenen haben erste Priorität. Aus diesem Grund fokussieren wir unsere Ressourcen auf die Klientinnenarbeit. Deshalb können wir bis auf weiteres keine personellen Ressourcen einsetzen, um Medienanfragen zu beantworten, Weiterbildungen anzubieten oder an neuen Projekten teilzunehmen. Die Finanzierung des Kantons deckt leider die stetig steigende Zahl an Beratungen nicht ab.

Opferhilfe (OH)-Strategie
Wir hoffen, dass die kantonale OH-Strategie sich am Bedarf nach Opferhilfe-Leistungen zum Schutz und für die Beratung der von sexualisierter und häuslicher Gewalt Betroffenen ausrichtet und nicht an der Kostenneutralität. Der Bedarf ist schon vor Corona laufend gestiegen und nun explodiert die Nachfrage und die Finanzierung ist nicht gesichert.

Corona Kosten
Wir danken allen SpenderInnen, welche unsere Schutzmassnahmen finanziert haben. Der Kanton hat die Kosten für die Platzierung von Klientinnen in Quarantäne, aber keine Beiträge an die Schutzmassnahmen und personellen Ressourcen übernommen.

Jubiläum 40 Jahre Stiftung im 2020
Mit grossem Optimismus planen wir die Verschiebung der Jubiläums Ausstellung «Feuer und Flamme für eine Gesellschaft ohne Gewalt» auf das Jahresende.

Sexualstrafrecht
Wir fordern einen Paradigmenwechsel und erachten den nicht nur aus gesellschaftspolitischer sondern auch aus menschenrechtlicher Perspektive als unumgänglich. Es muss endlich anerkannt werden, dass sexuelle Handlungen gegen den Willen einer Person in jedem Fall eine gravierende Straftat sind. Und zwar unabhängig davon, ob körperliche Gewalt zum Einsatz kommt oder angedroht wird.

Pilotprojekt AppElle! - Die 24-Stunden-Hotline der Berner Frauenhäuser
AppElle! ist angelaufen und kleinere Kinderkrankheiten wurden im Verlauf des ersten Projektjahres erfolgreich behoben. Nur dank dieser Entlastung der Fachfrauen im Haus konnten die stark ausgelasteten Frauenhäuser noch funktionieren. Jetzt geht es darum die Hotline kantonsweit möglichst bekannt zu machen. Ausserdem können Sie uns weiterhin helfen die vollständig durch Spenden finanzierte Hotline weiter zu betreiben. Gerade in der Pandemie ist es noch wichtiger, dass von häuslicher Gewalt Betroffene rund um die Uhr kompetente Hilfe finden.

Ihre Spende ist aus allen oben aufgeführten Gründen wichtiger denn je! Vielen Dank!