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Medienmitteilung Tags Against Crime

maison blanche
Runway Collection «DNA» setzt Zeichen gegen sexualisierte Gewalt

Jede fünfte Frau erlebt in ihrem Leben sexualisierte Gewalt. Homosexuelle und transgender Menschen werden über doppelt so häufig mit Gewalt konfrontiert. Nur ein Bruchteil dieser Übergriffe werden angezeigt und noch weniger haben strafrechtliche Konsequenzen. Deshalb widmet das Schweizer Modelabel maison blanche die neuste Kollektion dem Thema «DNA», einem der wichtigsten Beweismittel bei einer Sexualstraftat. Alle Waschetiketten werden mit einem speziellen Warnhinweis ausgestattet.

MEDIENMITTEILUNG, 10.09.2023
Sexualisierte Gewalt ist allgegenwärtig. Und hat viel zu selten wirkliche Konsequenzen. Betroffene bleiben mit dem Erlebten allein, getrauen sich aus Scham und Angst vor den Folgen oder den Reaktionen von Familie, Umfeld und Polizei nicht, Übergriffe anzuzeigen. Und wenn sie es doch tun, führen viele Anzeigen nicht zu einer Verurteilung. Begründet werden diese Freisprüche in den meisten Fällen mit einer mangelnden Beweislage. Unter anderem in Bezug auf die DNA des Täters oder der Täterin, die von den Strafverfolgungsbehörden nicht gesichert werden konnte. Die Kleidung der Betroffenen mit potentiell vorhandenen DNA-Spuren der Täterschaft kann zu einem alles entscheidenden Beweismittel werden.

Diesen Umstand greift das Schweizer Fashionlabel maison blanche mit der 2024 Runway Collection, die den Namen «DNA» trägt, auf. Wird nach einem sexuellen Übergriff die Kleidung gewaschen, geht wertvolles DNA-Beweismaterial verloren. Aus diesem Grund sind alle Kleidungsstücke der neuen Kollektion mit einem Waschetikett mit entsprechendem Warnhinweis ausgestattet: «Do not wash if you’ve just been sexually assaulted». Der sogenannte «Tag Against Crime» informiert somit, wie man im Falle eines Übergriffs möglichst viel DNA-Beweismaterial sichert. maison blanche Gründer Yannik Zamboni führt damit den Diskurs rund um den gesellschaftlichen Umgang mit sexualisierter Gewalt weiter voran. Die Looks der Kollektion «DNA» stehen auch optisch ganz im Zeichen des Themas DNA, so sind die Prints auf der Kleidung angelehnt an das Verfahren der Gel-Elektrophorese, dem Verfahren zur DNA-Analyse. Die Kollektion wurde heute, am 10. September, an der New York Fashion Week im Nachtclub «The Box Soho» der Weltöffentlichkeit vorgestellt. In einer bildstarken Show präsentierten namhafte Models wie Manuela Frey und die GNTM-Gewinnerinnen Vivienne Blotzki und Toni Dreher-Adenuga zusammen mit einem diversen, lauten Cast die einzigartigen Looks. Als Art Director zeichnete Ben Prince verantwortlich, der bereits im Auftrag von Virgil Abloh Shows für Louis Vuitton inszenierte. «Der Name der aktuellen Kollektion hat eine doppelte Bedeutung. Einerseits sind die Looks durch ihren Fokus auf Dekonstruktion und Abstraktion und der konsequenten Reduktion auf die Non-Farbe Weiss maximaler Ausdruck unserer DNA als Fashion Label, andererseits greifen wir die Rolle von DNA-Beweisspuren im Falle sexualisierter Gewalt auf», erklärt Yannik Zamboni. Awareness für das Tabuthema sexualisierte Gewalt zu schaffen, ist Zamboni eine Herzensangelegenheit. «Über die Hälfte aller Frauen in der Schweiz haben sexualisierte Belästigungen erlebt, rund ein Fünftel sexualisierte Gewalt. Wobei die Dunkelziffer wohl noch viel höher ist. Und auch LGBTIQA+-Menschen sind überproportional von sexualisierter Gewalt betroffen. Trotz diesen Zahlen ist das Thema immer noch ein Tabu. Mit unserer Kollektion klären wir nicht nur auf, sondern thematisieren, dass viele Täter immer noch ungestraft bleiben. Und Consent nach der Verabschiedung der «Nein ist Nein»-Lösung im Schweizer Parlament immer noch ein Fremdwort zu sein scheint. Wir glauben: Es liegt in unserer DNA, unsere Stimme zu erheben, uns zur Wehr zu setzen. Mit der Aktion möchten wir uns alle empowern, dies zu tun. Und so die Kraft unserer DNA zu erkennen – in jeglicher Hinsicht », sagt Yannik Zamboni. Unterstützt wird die Aktion von den Organisationen «DAO – Dachorganisation Frauenhäuser Schweiz und Liechtenstein» sowie der «Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern».

Alle Informationen, Bilder und Videos im Newsroom:
maison-blanche.prezly.com
Website: www.tags-against-crime.com
Instagram: @tags_against_crime
TikTok: @tags_against_crime

Über maison blanche
maison blanche steht für queere Anti-Fashion, für die Dekonstruktion von bekannten Codes und das Thematisieren von Tabus. Im Zentrum des Labels stehen die LGBTQIA+- Community, feministische Überzeugungen und das Aufbrechen von Genderkonstrukten; maison blanche ist der Sidestream des Mainstream. Hinter dem 2020 gegründeten Label steht der 37-jährige Basler Yannik Zamboni. Zamboni gewann 2022 als bester Nachwuchs-Designer die von Heidi Klum präsentierte Amazon Prime Video Show «Making the Cut».

Medienkontakt
Michel Nellen
Mail: tac@jvm.ch
Tel.: 044 254 66 82